Beschreibung
des Ablaufes im Fahrsimulator mit Alkohol-Programm
Der
Proband setzt sich im den Fahrsimulator, stellt seinen Sitz optimal ein, gurtet
sich an; der Trainer überprüft den Abstand zum Lenkrad.
Die
Aufgabe des Probanden ist im nüchternen Zustand eine eventuellen Unfall durch
schnelles und heftiges Bremsen zu vermeiden.
Nach
dem Bremsvorgang erfährt der Proband zuerst seine Reaktionszeit.
Der Trainer erklärt anschließend den Zusammenhang zwischen Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg.
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Dann
gibt der Trainer einen Blutalkoholwert (z.B. 0,8 Promille; bis vor wenigen
Jahren noch bei uns im Straßenverkehr als gesetzlicher Wert zulässig) vor oder
befragt den Probanden nach seinem Geschlecht, Alter und seinem Gewicht, wie viel
er vor der Fahrt getrunken hat (3 Bier, 2 Schnäpse) und wie viel Zeit seit dem
letzten Alkoholgenuss vergangen ist (z.B. 6 Stunden). Der Simulator berechnet
dann aufgrund dieser Angaben den aktuellen Blutalkoholwert unter Berücksichtigung
des Abbaues von 0,1 Promille pro Stunde.
Daraufhin
simuliert der Fahrsimulator die letzte Fahrt mit den aktuellen Daten unter dem
Alkoholeinfluss. Optisch sichtbar wird dann das eingeschränkte Gesichtsfeld,
der sogenannten „Tunnelblick“.
Die
Auswertung ergibt anschließend, dass sich die Reaktionszeit unter dem Einfluss
von Alkohol (z. B. 0,8 Promille) um ca. 1 Sekunde verschlechtert und sich
dadurch der Reaktionsweg in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit erheblich verlängert.
Um dieselbe Länge verlängert sich dann auch der Anhalteweg.
Ein Unfall, der im nüchternen Zustand vielleicht gerade noch zu verhindern war, ist im alkoholisierten Zustand meist nicht mehr zu verhindern.
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Ein Unfall, der schon im nüchternen Zustand nicht zu verhindern war, lässt sich im alkoholisierten Zustand erst recht nicht verhindern, sondern verläuft um so heftiger, also schlimmer.
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